Ihlow
Stammzellspender für Kimberly gesucht

Die siebenjährige Kimberly aus Ochtelbur ist schwer erkrankt. Nur ein Stammzellspender kann ihr helfen. Den sucht die Familie nun händeringend.
Ochtelbur. Vielleicht sind genau Sie der richtige Spender: Mit diesen Worten wendet sich Klaus Saathoff, Leiter der Grundschule Riepe an hunderte Eltern. Denn die siebenjährige Schülerin Kimberly der Riepster Schule ist schwer erkrankt. Die Hoffnung liegt nun bei einer Typisierungsaktion. Denn für das junge Mädchen aus Ochtelbur wird dringend ein Stammzellspender gesucht.
Was ist MDS?
Die Abkürzung MDS steht für myelodysplastische Syndrome. Das sind Erkrankungen, bei denen die normale Blutbildung nicht richtig funktioniert.
Normalerweise enthält das Knochenmark Stammzellen, aus denen rote und weiße Blutzellen sowie Blutplättchen gebildet werden. Bei Patienten mit MDS kann der Körper das nicht mehr leisten, aus den Stammzellen Blutzellen zu bilden.
Wie die MDS abläuft, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Bei schwerer Ausprägung können die Syndrome auch eine akute Leukämie auslösen.
Vor allem ältere Menschen erkranken an MDS. Es gibt unterschiedliche Auslöser für die Krankheit, wie beispielsweise Erbgutveränderungen.
Die Zweitklässlerin leidet an MDS. Das steht für myelodysplastische Syndrome. Es ist eine Krankheit, bei der der Körper aus Stammzellen nicht mehr richtige Blutzellen produzieren kann. Schon lange habe die Mutter mit Ärzten weltweit nach passenden Stammzellspendern gesucht, heißt es in dem Elternbrief, der den ON vorliegt. Leider wurde bislang kein passender Spender gefunden. Ohne Stammzellspende ist die Krankheit aber nicht heilbar. Doch je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto größer ist die Chance, dass auch für die junge Ihlowerin Hilfe gefunden werden kann.
So viel Alltag wie möglich
Lange Zeit habe die Mutter die Erkrankung der Tochter nicht mehr als nötig öffentlich gemacht, so Saathoff. Auch in dem Elternbrief wird nicht der Name des Mädchens genannt. Ein kleines Foto der Schülerin sei mit Einverständnis der Mutter abgedruckt worden, sagt Saathoff. Die Schule war schon länger über die Erkrankung der Siebenjährigen informiert. So konnten die Lehrer dafür sorgen, dass Kimberly trotz Krankheit am Unterricht teilnehmen kann. Um das junge Mädchen zu unterstützen, engagierte die Grundschule Riepe den mobilen Dienst.
Eine Förderschulfachkraft aus Aurich ist für die Siebenjährige zuständig. Jedes Kind mit einer chronischen Erkrankung habe Anspruch auf solch eine Unterstützung, so Saathoff. Auch berieten sich die Lehrer regelmäßig, wie der Alltag für die Siebenjährige so normal wie möglich gestaltet werden könne. Dazu gehörte auch, nicht die Mitschüler ständig an die Erkrankung zu erinnern. Saathoff drückt es so aus: Kinder in dem Alter können unglaublich mitfühlend sein. Gleichzeitig können sie auch schnell wieder die guten Dinge im Leben sehen. Doch nun muss dringend ein Stammzellspender für die Kleine gefunden werden. Deswegen soll nun mit Hilfe des Vereins Leukin eine Typisierungsaktion gestartet werden. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Es soll aber in Kürze bekannt gegeben werden.
Familie bittet um Spenden
Die Familie hofft auf viel Unterstützung. Schon jetzt werden Spenden für die Aktionen gesammelt. Auch muss einiges im Haus der Familie aus medizinischen Gründen umgebaut werden.
Eine Typisierung kostet bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) 35 Euro. Damit aber so viele wie möglich ohne Kosten sich registrieren lassen können, sind Spenden für die Aktionen sehr wichtig. Spenden können an „Flesner Kimberly, IBAN: DE71 2835 0000 0145 4060 54, BIC: BRLADE21ANO“ gerichtet werden.
Im Internet hat die Geschichte der jungen Ihlowerin schon jetzt große Resonanz ausgelöst. Der abfotografierte Elternbrief wurde auf Facebook bis Donnerstagnachmittag fast 200 Mal geteilt.